Rund ums Heiraten

Standesamtliche Trauung

In Österreich haben konfessionelle Eheschließungen keine Rechtsgültigkeit, daher muss eine gültige Eheschließung von einem Standesbeamten vorgenommen werden.

Falls Sie beim Müllner standesamtlich heiraten möchten, stellen Sie bitte – anlässlich der gesetzlichen Anmeldung zur Eheschließung beim Standesamt – ein diesbezügliches Ansuchen. Daraufhin werden die Voraussetzungen einer möglichen Trauung im Zuge einer Kommissionierung überprüft.

Eine (gewerbliche) Betriebsanlagengenehmigung und die Genehmigung nach dem Wiener Veranstaltungsgesetz beziehungsweise Veranstaltungsstättengesetz ist beim Müllner gegeben.

Die genauen Kosten für den Standesbeamten + behördliche Bearbeitungsgebühren erfahren sie direkt am Standesamt. (abhängig von der Anzahl der zu bearbeitenden Dokumente)


Terminreservierung

Da das Aufgebot nur eine Gültigkeit von maximal 6 Monaten hat, kann die Terminreservierung am Standesamt frühestens 6 Monate vor dem geplanten Hochzeitstermin vorgenommen werden.

Ein neuer Service von wien.at macht die Suche nach dem optimalen Hochzeitstag zum Kinderspiel. Per Mausklick erfahren Heiratswillige, in welchem Standesamt welche Termine noch frei sind. Und wer will, kann diesen auch gleich übers Internet reservieren:

trautermine

Die durchschnittliche Wartezeit in den größeren Städten beträgt 2 bis 6 Wochen.


Allgemeines

Bei der Anmeldung am Standesamt sollten Braut und Bräutigam anwesend sein. Nur in wenigen Ausnahmefällen genügt die Anwesenheit einer der beiden Brautleute.

Welcher Name nach der Eheschließung geführt werden soll ist bereits zu diesem Zeitpunkt dem Standesbeamten bekannt zu geben.

Vergessen Sie nicht zwei Trauzeugen zu nennen. Das kann im Notfall auch einige Minuten vor der Trauung geschehen.

Voraussetzungen für Trauzeugen:
Mindestalter 18 Jahre, Besitz eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses.


Konfessionelle Trauung

Wenn Sie vor dem Vertreter einer Glaubensgemeinschaft heiraten wollen, erkundigen Sie sich dort über die Voraussetzungen, notwendige oder angebotene Eheschulungen sowie, wenn Sie das wünschen, über die Möglichkeit zur Trauung an einem anderen Ort als dem nach dem Wohnsitz zuständigen.


Kirchliche Trauung

Auch am Tag der kirchlichen Trauung müssen zwei Trauzeugen die Heirat des Brautpaares rechtspflichtig und kirchenrechtlich beurkunden. Dies geschieht nach der Trauung mit dem Unterschreiben der Heiratsurkunde in der Sakristei und der Eintragung ins Kirchenregister. Bereits bei der Besprechung des Ehevorbereitungsprotokolls mit dem Pfarrer werden die Namen beider Trauzeugen angegeben. Dies gilt sowohl für die katholische als auch für die evangelische Kirche. Vor einer katholischen Hochzeit ist die Absolvierung eines Eheseminars verpflichtend.


Erforderliche Dokumente

Zum Nachweis der Ehefähigkeit brauchen Österreicher, Flüchtlinge, Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsbürgerschaft:

  • beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister (max. 6 Monate alt), bei Nicht-Österreichern eine vergleichbare Urkunde.
  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Meldezettel
  • Nachweis zur Führung eines akademischen Grades, falls vorhanden.
  • Gerichtsbeschluss über die Volljährigerklärung bei Minderjährigen (18 bis 19 Jahre)
  • Wenn Männer im Alter zwischen 18 – 19 Jahren und Mädchen zwischen 15 – 16 Jahren heiraten wollen benötigen sie vom Bezirksgericht eine rechtskräftige Ehemündigerklärung.
  • Wer jünger als 19 ist, benötigt die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters und der Erziehungsberechtigten.
  • Nach österreichischem Recht darf man nicht mit Verwandten (Vater/Tochter, Mutter/Sohn, Geschwister untereinander) und nur mit einem Partner gleichzeitig verheiratet sein. Wer schon einmal verheiratet war, braucht für die neue Heirat den Nachweis der Schließung (Heiratsurkunde) und Auflösung (Scheidungsbeschluss bzw. – urteil, Sterbeurkunde, Todeserklärung, Nichtigerklärung oder Aufhebungsurteil) der Vorehe(n).
  • Wenn einer oder beide der Heiratswilligen ausländischer Staatsbürger ist bzw. sind, gelten einige zusätzliche Rechtsvorschriften. Unter anderem braucht man ein ” Ehefähigkeitszeugnis”, mit dem nachgewiesen wird, dass gegen die Eheschließung nach den Rechtsvorschriften des Heimatlandes kein Einwand besteht. Fremdsprachigen Urkunden müssen beglaubigte Übersetzungen angeschlossen sein. Informationen über die Vorschriften für Eheschließungen mit/zwischen Ausländern sowie über allfällige zusätzliche Vorschriften erhalten Sie am Standesamt.
  • Zur Feststellung der Ehefähigkeit ist das Standesamt zuständig, in dem einer der Heiratswilligen seinen ordentlichen Wohnsitz oder Aufenthalt hat. Die Eheschließung selbst kann vor einem beliebigen Standesamt in Österreich stattfinden, allerdings sind für diesen Ortswechsel zusätzliche Gebühren zu entrichten.

help.gv.at

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